„Legalize it“ Bremen!

Mit „Legalize it“ ist Peter Tosh’s Reggae-Schlager zur Hymne der Legalisierungsbewegung geworden. Ob nun Weed, Marijuhana oder Ganja genannt – viele Bremer konsumieren es. Azubis, Studenten, Bürokauffrauen, Anwälte, Richter, Ärzte -Politiker. Gekifft wird quer durch die gesamte Gesellschaft.

Kiffen auf offener Straße gehört zum Zeitgeist.

Meine Erkenntnis ist: Für die meisten Menschen ist die Legalisierung von Cannabis längst überfällig. Es entspricht dem Zeitgeist, das Cannabis denselben legalen Status wie Alkohol erhält. Viele Bremer träumen davon, endlich frei und unbeschwert ihren Joint auf „offener Straße“ kiffen zu dürfen. Ganz legal, ob nun auf der Breminale oder im Weser Stadion.

Und was tun Sie hier im Parlemant? Sie streiten darüber, ob und wie der Konsum entkriminalisiert werden soll. Wie absurd ist das denn?!

Ich frage mich: Warum greifen wir hier nicht den Zeitgeist auf? Und diskutieren anstatt der Entkriminalisierung die Legalisierung von Cannabis? Wofür es gute Gründe gibt.

Eine Legalsierung trockent den Schwarzmarkt aus & spült Steuern in die Staatskasse.

Die Legalisierung von Cannabis in Form einer staatlich kontrollierten und regulierten Freigabe würde erwachsene Konsumenten nicht länger stigmatisieren. Und dafür sorgen, dass der Schwarzmarkt austrocknet. Der Staat könnte Steuern einnehmen und die hohen verbotsbedingten Kosten bei Polizei und Justiz einsparen. Damit gäbe es auch ausreichend Geld für eine glaubwürdige Prävention.

Und ganz klar: Cannabis ist wie Alkohol für Jugendliche unter 18 Jahren verboten.

Wenn ich mit Jugendlichen spreche und das tue ich oft, wünschen sie sich eine progressive Informationspolitik im Unterricht. Sie wollen nicht mehr nur erfahren, wie abschreckend Drogenkonsum ist, wie im Film „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“.

Erziehung zu Drogenmündigkeit im Unterricht

Sondern! Sie wollen mehr Aufklärung über den Umgang mit Drogen. Worauf muss man während des Konsums achten? Macht diese Sorte eher „high“ oder entspannt sie mich? Wie hoch ist der THC-Gehalt, wie ist der Joint zu dosieren? Sie fordern eine Erziehung zur Drogenmündigkeit, was ich richtig finde. Und ich frage mich, wann solche Konzepte im Sinne der Jugendprävention in Bremen vorliegen?

Es geht um einen selbstbestimmten Umgang mit Drogen. So steht es im Vorwort des Betäubungsmittelgesetzes. Dort steht formuliert, dass jeder Mensch das Recht dazu hat, sich selbst Schaden zu zufügen.

Jeder Mensch hat ein Recht auf Rausch

Ich formuliere das mal so: Jeder Mensch hat ein Recht auf Rausch. Denken Sie – nur zum Beispiel – an den gemeinsamen Alkoholrausch nach einem Werdersieg oder an die Koffeinkicks hier bei Gesprächen in der Lobby.

Es geht mir auch um Gerechtigkeit. Beim Autofahren muss Cannabis wie Alkohol bewertet werden. Hier geht es um die Grenzwerte. Wer zwei Tage nach dem Kiffen in eine Drogenkontrolle gerät muss meist seinen Führerschein abgeben. Wer zwei Tage zuvor Alkohol getrunken hat, darf weiter fahren. Diese Ungerechtigkeit gehört endlich abgeschafft.

Lassen Sie uns weiter denken und open minded sein. Und nicht über Bagatellgrenzen von 6-10 Gramm streiten oder darüber, wie viele Hanfpflanzen auf dem Balkon stehen dürfen. Denken sie an Peter Tosh’s Hymne: Legalize it! Schließlich soll Bremen ja weltoffen, cool und sexy sein!

Posted by:

Susanne Wendland

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