Alternativ Denken. Im Umgang mit jungen auffälligen Flüchtingen.

Wie ihr wisst, habe ich beim politischen Konflikt um den Umgang mit auffälligen jungen Flüchtlingen eine klare Haltung.
Wegsperren geht mit mir nicht. Das habe ich auch gestern klar gemacht. Im „Roten Salon“ der TAZ. Die hatte eingeladen zum Thema „Kinder auf der Flucht.“

Und diese Headline bringt es auf den Punkt. Es geht um Kinder. Um Kinder, die schlimme Erfahrungen hinter sich haben. Um Kinder, die zu uns gekommen sind. Um Kinder, für die wir jetzt einen Erziehungsauftrag haben. Jedes Kind ist dabei unterschiedlich und hat seine individuelle Biographie. Deswegen brauchen wir individuelle Erziehungshilfen. Wie das funktionieren kann, habe ich gestern gebloggt. Stichwort: Mobile Betreuung, die weiterentwickelt werden muss.

Was mich auf der TAZ-Veranstaltung aber erschüttert hat ist die fehlende fachliche Kompetenz bei den meisten Politiker_innen auf dem Podium. Was fehlt sind Alternativen zur Radikallösung einer geschlossenen Einrichtung. Und offensichtlich fehlen auch Gespräche mit den zuständigen Sozialarbeiter_innen. Das wurde gestern ganz deutlich.

Im Klartext heißt das: Es wurde ein politische Entscheidung getroffen ohne in Alternativen zu denken und ohne die Experten aus der freien Jugendhilfe einzubeziehen. Ein Schnellschuss, der zu korrigieren ist. Ich habe diese Entscheidung von vornherein abgelehnt, auch in meiner Fraktion. Und wenn ihr wollt, dass eine Grüne Politikern im Parlament dafür kämpft, dass diese Entscheidung zurück genommen wird, dann zählt auf mich!

Dann gebt mir Eure Stimmen. Für eine gute Sozialpolitik in Bremen. Am 10. Mai 2015. Für mich ist die Entscheidung, junge auffällige Flüchtlinge einzusperren, ein gesellschaftliches Rollback.

Posted by:

Susanne Wendland

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