Solidarische Hilfe in der Neustadt – Hilfe für Bremer*Innen bei Existensnot

Wer professionelle und unabhängige Beratung braucht, weil es Probleme mit der Agentur für Arbeit oder dem Amt für soziale Dienste gibt oder aber wer dringend Hilfe braucht, weil gar nicht so genau klar ist, was einem so zusteht, wenn man ohne Arbeit da steht und /oder krank geworden oder aber verschuldet ist, der kann in der Neustadt zur Solidarischen Hilfe gehen.

Besuch bei der Solidarischen 1,6Die Solidarische Hilfe in der Kornstrasse habe ich neulich als Stadtteilabgeordnete der Grünen besucht. Dort verfolgte ich einen ganzen Vormittag lang die beratende Arbeit von Inge Gräfe-Heigl, die mit anderen Kolleg*innen die Beratung übernimmt. Mit dem Einverständnis der Leute durfte ich bei den Beratungsgesprächen assistieren. Vielen Dank an diese Bremer*innen, dafür, dass ich einen Einblick in ihr Leben erhalten konnte. Und auch an die Solidarische Hilfe, dass ich diese Möglichkeit erhalten habe.

Eins ist klar, wer zur Beratung der Solidarischen in die Neustadt geht, hat meist ein drängendes Existenzproblem, z.b. wurde die Miete nicht vollständig übernommen und es liegt eine Räumungsklage vor, Schulden haben sich angehäuft, oder aber das Jobcenter hat „vergessen“; die Krankenversicherung zu zahlen, obwohl Anspruch darauf besteht; die Heizkosten sind zu hoch, und es ist unklar, wie viel wird davon übernommen; der Strom wurde abgestellt… Bei all diesen und anderen Problemen wird geholfen, auch bei Formulierungen von z.B. Widersprüchen gegen die – leider sehr oft vorkommenden – falschen Leistungsbescheide der Agentur für Arbeit.

Und klar ist auch, wer diese Beratung macht, trifft auf Menschen, die verzweifelt sind und für die solch eine Beratung oft die letzte Hoffnung ist. Die letzte Hoffnung auf Hilfe, um sich im Behördendschungel zu Recht zu finden und komplizierte Anträge auszufüllen, die letzte Hoffnung, ernst genommen zu werden und über seine Rechte aufgeklärt zu werden. Und oftmals auch, um neuen Mut zu schöpfen. Und zu wissen, da gibt es jemanden, der mir weiterhilft.

Ich kann jeder Politikerin und jedem Politiker empfehlen, mal eine der unabhängigen Arbeits- und Sozialberatungsstellen zu besuchen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit verändern sich nach einem solchem Besuch Haltung und Blick gegenüber den Menschen, die in einer schwierigen sozialen Lage sind. Und über die Praxis der Bundesagenturen für Arbeit. Das wäre allgemein gut für die Bremer Politik, und im besonderen hilfreich für die Entscheidungen, die oftmals auch in der zuständigen Deputation für Soziales getroffen werden müssen. Ich finde auch, dass wir uns nicht zufrieden geben dürfen mit der Praxis der Arbeitsagentur, hier gibt es viel, was über die Gesetzgebung des Bundes geändert werden muss (hier schaut auch mal nach, an meiner Kritik an Hartz IV).

Neben der Solidarischen Hilfe in der Neustadt, die jährlich über 1000 Beratungen im Jahr macht, gibt es in Bremen aber noch mehr unabhängige Arbeits- und Sozialberatungsstellen für Menschen mit oder gar keinem Einkommen.

Die Solidarische Hilfe e.V., in der Kornstrasse 13, 28201 Bremen, Öffnungszeiten und Telefonnumer gibts <a href=“http://www.solidarische-hilfe.de/soli-bremen/index.php?option=com_content&view=article&id=27:kontakt&catid=31:also-beratung&Itemid=30″ title=“http://www.solidarische-hilfe.de/soli-bremen/index.php?option=com_content&view=article&id=27:kontakt&catid=31:also-beratung&Itemid=30″ target=“_blank“>hier.</a>

Posted by:

Susanne Wendland

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